Handwerksberufe wie etwa Friseure verdienen unterhalb des Vergleichs-Durchschnitts.
Handwerksberufe wie etwa Friseure verdienen unterhalb des Vergleichs-Durchschnitts.
picture alliance / photothek.de | Juliane Sonntag

Daten des Statistischen Bundesamts zeigen: Einige Handwerksberufe verdienen weniger als der Durchschnitt, besonders Friseure.

Auch Maurer liegen unter dem Schnitt, während Werkzeugmechaniker leicht darüber verdienen.

Der Bildungsabschluss ist entscheidend: Mit höherer Qualifikation steigen die Einkommen deutlich.

Viele Handwerksberufe verdienen deutlich unter dem Durchschnitt – das zeigen neue Gehaltsdaten des Statistischen Bundesamts. Im April 2025 lag der Durchschnittsverdienst für Vollzeitbeschäftigte mit Berufsausbildung bei 4125 Euro brutto im Monat. Die Auswertung bezieht sich auf abhängig Beschäftigte ohne Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Prämien.

Friseure verdienen besonders wenig: Sie kommen im Schnitt nur auf 2470 Euro brutto im Monat – fast 40 Prozent unter dem Durchschnitt.

Auch Maurer verdienen mit durchschnittlich 3910 Euro monatlich weniger als der Mittelwert.

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Werkzeugmechaniker über dem Schnitt

Werkzeugmechaniker verdienen demnach 4179 Euro brutto im Monat und übertreffen damit die Vergleichsgruppe um 54 Euro.

Der Verdienst von Beschäftigten hängt stark vom Bildungsabschluss ab, wie die Angaben des Statistischen Bundesamts weiter zeigen. Demnach verdienen Vollzeitbeschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Schnitt 3432 Euro brutto im Monat und damit rund 693 Euro weniger als Fachkräfte mit Ausbildung (4125 Euro).

Mit höheren Abschlüssen steigen die Einkommen deutlich: Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss kommen im Durchschnitt auf 5405 Euro und liegen damit über dem Gesamtdurchschnitt. Bachelorabsolventen verdienen im Schnitt 5289 Euro, während Masterabsolventen mit 7019 Euro rund 1730 Euro mehr erzielen. Promovierte oder habilitierte Beschäftigte erreichen mit durchschnittlich 9476 Euro die höchsten Verdienste.

Neben der Qualifikation beeinflussen auch Faktoren wie Branche und Berufserfahrung das Einkommen. Um diese Unterschiede sichtbar zu machen, stellt das Statistische Bundesamt einen interaktiven Gehaltsvergleich zur Verfügung, den ihr hier öffnen könnt.

Die Anwendung basiert auf Daten der Verdiensterhebung für April 2025 und ermöglicht individuelle Schätzungen des Bruttomonatsverdienstes. Nutzer können damit etwa prüfen, ob sich ein Branchenwechsel oder eine Weiterbildung finanziell lohnt oder sich gezielt auf Gehaltsverhandlungen vorbereiten, schreibt das Statistische Bundesamt auf seiner Website.

Die Daten beziehen sich ausschließlich auf abhängige Beschäftigungsverhältnisse. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld seien nicht enthalten gewesen.

sf

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